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Die wüs­ten Gesel­len des deut­schen Ordens näm­lich zwin­gen sei­ner­zeit die hei­mi­schen Bau­ern zu immer aber­wit­zi­ge­ren Fron­diens­ten. Da kommt es den Ver­zwei­fel­ten gera­de recht, dass ihnen der Teu­fel sei­ne zau­ber­mäch­ti­ge Hil­fe anbie­tet. Sein Preis: ein unge­tauf­tes Kind! Doch der Preis spal­te­te die Gemü­ter, und der Teu­fels­pakt bringt rasch kei­nen Segen mehr. Denn der Fürst der Fins­ter­nis wird geprellt und schickt, sich rächend, dem Land­volk mit der schwar­zen Spin­ne ein töd­li­ches Wüten, das mit nichts ver­gleich­bar ist als mit der fleisch­ge­wor­de­nen Pest. Das acht­bei­ni­ge Untier, schmerz­lich erwach­sen aus der Wan­ge der vom Dorf ver­ach­te­ten Heb­am­me Chris­ti­ne, lässt sich mit Got­tes­glau­ben und Todes­mut nur ban­nen, wenn sie im Loch eines Fens­ter­pfos­tens, ver­schlos­sen mit einem eher­nen Zap­fen, für alle Ewig­keit gefan­gen wird.

DIE SCHWAR­ZE SPIN­NE ǀ von Jere­mi­as Gotthelf

Tho­mas Mann zähl­te sie zur Welt­li­te­ra­tur — die von Pfar­rer Gott­helf ver­fass­te Novel­le aus dem Jah­re 1842. Sprach­ge­wal­tig erzählt sie uns von den Kräf­ten des Guten und den Mäch­ten des Bösen, von Gott­lo­sig­keit, Sün­de, Schuld und Süh­ne. Mit gera­de­zu alt­tes­ta­men­ta­ri­scher Wucht trägt sie vor, was rings um das Schwei­zer Sumis­wald und lan­ge vor unse­rer Zeit geschah.
Chris­ti­an Kli­schat, fes­tes Ensem­ble­mit­glied am Staats­thea­ter Wies­ba­den, ver­leiht dem sagen­haf­ten Stoff nicht nur sprach­li­chen Aus­druck, son­dern auch eine the­a­­tra­­lisch-spie­­le­ri­­sche Gestalt, die den Vor­trag weit über eine rei­ne Lesung her­aus­hebt: eine ein­dring­li­che Rei­se in die Abgrün­de einer schick­sal­haf­ten Ver­stri­ckung, einer Leib, Leben und See­le bedro­hen­den Heimsuchung.

Regie und Ein­rich­tung: Götz Brandt (u.a. Redak­teur, Dreh­buch­au­tor, Natio­nal­thea­ter Mann­heim, Staats­thea­ter Mainz) |

Spiel: Chris­ti­an Kli­schat (u.a. Staats­thea­ter Wies­ba­den, Staats­thea­ter Darm­stadt, Natio­nal­thea­ter Wei­mar, Hans-Otto-The­a­­ter Potsdam)

24.04.2026 | 19:30 Uhr

Emma — die Theaterwerkstatt

Blü­cher­platz 3, 65195 Wiesbaden

Ein­tritt:

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30 € — 10 €.
Wir freu­en uns
über eine zuver­läs­si­ge Ticketreservierung
unter tickets@emma-und-co.de